In 2 Stunden zu Ihrem präsentationsreifen Strategiepapier
Willkommen – schön, dass Sie hier sind. Sie suchen nach einer Vorlage für Ihr Strategiepapier? Dann sind Sie genau richtig. Aber ich möchte Ihnen mehr bieten als nur ein leeres Dokument zum Herunterladen.
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Auf dieser Seite zeige ich Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie ein wirklich gutes Strategiepapier erstellen. Wenn Sie sich die Zeit nehmen und jeden Schritt sorgfältig durcharbeiten, haben Sie in etwa zwei Stunden ein Strategiepapier in der Hand, das Sie direkt präsentieren können.
Was ich Ihnen hier nicht verkaufen werde:
Kein Abo. Kein Upsell. Keine versteckten Kosten. Mir ist es wichtig, dass es in Unternehmen mehr gute Strategiepapiere gibt. Deshalb teile ich mein Wissen hier offen mit Ihnen.
Sind Sie bereit? Dann legen wir los.
Ihr
Stefan Manser
CEO efach AG | Schweiz
Für Lesefaule: Play!
Dauer: ca. 14 Min.
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Moment, nicht so schnell!
Klar, die Dokumente sind verlockend – wie das Dessert vor dem Hauptgang. Aber Hand aufs Herz: Ein leeres Template macht noch keine Strategie. Die echte Magie steckt in den 10 Schritten davor. In nur 2 Stunden packen wir alles aus, was ich in Jahren gelernt habe – praxisnah, direkt anwendbar und ohne PowerPoint-Schlaf.
Die Dokumente laufen nicht weg. Ihr Wettbewerbsvorsprung vielleicht schon.
Also: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Sie werden es sich selbst danken.
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So erstellen Sie Ihr Strategiepapier
Die Methode – So ist ein gutes Strategiepapier aufgebaut
Wir arbeiten hier mit der Strategy Map nach Kaplan und Norton – dem weltweit bewährtesten Framework für Strategiedokumente. Keine Theorie um der Theorie willen, sondern ein Werkzeug, das Fortune-500-Unternehmen genauso nutzen wie erfolgreiche KMUs.
Das Prinzip in 30 Sekunden:
Eine Strategy Map zeigt auf einer einzigen Seite, wie Ihr Unternehmen Wert schafft. Sie verbindet vier Ebenen von unten nach oben:
| Ebene | Die Frage | Beispiel |
|---|---|---|
| 4. Finanzen | Was wollen wir finanziell erreichen? | Umsatzwachstum, Profitabilität |
| 3. Kunden | Wie schaffen wir Wert für unsere Kunden? | Qualität, Service, Preis |
| 2. Prozesse | Welche Prozesse müssen wir beherrschen? | Innovation, Effizienz, Kundennähe |
| 1. Potenziale | Was brauchen unsere Mitarbeiter und Systeme? | Know-how, IT, Kultur |
Warum funktioniert das?
Die Strategy Map macht sichtbar, was sonst unsichtbar bleibt: die Ursache-Wirkungs-Ketten Ihres Erfolgs. Sie zeigt, wie Investitionen in Mitarbeiter (unten) zu besseren Prozessen führen, die Kunden begeistern und am Ende den finanziellen Erfolg bringen (oben).
Das ist Ihr Strategiepapier: Eine klare Landkarte, die jeder im Unternehmen versteht.
Die Mission – Das Fundament Ihrer Strategie
Bevor wir uns in Ziele, Kennzahlen und Massnahmen stürzen, müssen wir das Fundament legen. Ohne ein solides Fundament baut man auf Sand.
Dieses Fundament ist Ihre Mission.
Die Mission beantwortet die grundlegendste aller Fragen: Warum existiert unser Unternehmen? Nicht was Sie tun. Nicht wie Sie es tun. Sondern warum es Sie gibt.
Die Definition nach Kaplan & Norton:
"Die Mission ist eine prägnante, nach innen gerichtete Aussage über den Existenzgrund der Organisation, den grundlegenden Zweck, auf den alle Aktivitäten ausgerichtet sind, und die Werte, die das Handeln der Mitarbeiter leiten. Die Mission beschreibt auch, wie das Unternehmen im Wettbewerb bestehen und Wert für Kunden liefern will."
Eine Mission umfasst also drei Elemente:
- Der Existenzgrund: Was ist der grundlegende Zweck Ihres Unternehmens?
- Die Werte: Welche Prinzipien leiten das Handeln Ihrer Mitarbeiter?
- Das Wertversprechen: Wie schaffen Sie Wert für Ihre Kunden?
Das Besondere an der Mission: Sie bleibt stabil. Während sich Strategien, Produkte und Märkte verändern, bleibt die Mission über Jahre oder sogar Jahrzehnte gleich. Sie ist Ihr Anker in einer Welt im Wandel.
Ein Beispiel für unsere eigene Mission:
Unser Antrieb ist es, Führungskräften und ihren Teams die Klarheit und die Werkzeuge zu geben, um ihre Visionen Wirklichkeit werden zu lassen. Wir wollen Strategie aus dem Elfenbeinturm der Chefetage holen und sie zu einem lebendigen, transparenten und kollaborativen Prozess für die gesamte Organisation machen. Wir kämpfen gegen das Chaos der Umsetzung, damit grossartige Ideen nicht länger an mangelhafter Ausführung scheitern.
Ihre Aufgabe:
Nehmen Sie sich 15 Minuten. Schreiben Sie auf: Warum existiert Ihr Unternehmen? Was ist Ihr grundlegender Zweck? Welche Werte leiten Sie?
Keine Perfektion nötig. Wir bauen darauf auf.
Die Vision – Das Bild Ihrer Zukunft
Sie haben Ihre Mission definiert – das Fundament steht. Jetzt richten wir den Blick nach vorne.
Die Vision beschreibt das Bild, das Sie in einem vordefinierten Zeitraum erreichen wollen. Sie ist die Zukunft, die Sie durch Ihre Handlungen aktiv gestalten möchten.
Die Definition nach Kaplan & Norton:
"Die Vision ist eine prägnante Aussage, die die mittel- bis langfristigen Ziele der Organisation definiert (drei bis zehn Jahre). Sie sollte nach aussen und auf den Markt gerichtet sein und in bildhaften, visionären Begriffen ausdrücken, wie die Organisation von der Welt wahrgenommen werden will."
Der Unterschied zur Mission:
- Die Mission ist stabil und blickt nach innen: Warum existieren wir?
- Die Vision ist dynamisch und blickt nach aussen: Wo wollen wir hin?
Was eine gute Vision ausmacht:
- Zeitgebunden: Sie hat einen klaren Horizont (z.B. 3, 5 oder 10 Jahre)
- Bildhaft: Man kann sie sich vorstellen
- Messbar: Sie wissen, wann Sie angekommen sind
- Ambitioniert: Sie fordert heraus und zieht nach vorne
Ihre Aufgabe:
Schliessen Sie kurz die Augen. Stellen Sie sich Ihr Unternehmen in 5 Jahren vor. Was sehen Sie? Wie gross sind Sie? Wofür sind Sie bekannt? Was sagen Ihre Kunden über Sie?
Schreiben Sie dieses Bild in 2-3 Sätzen auf.
Die Eignerstrategie – Was wollen Sie als Inhaber wirklich?
Bevor wir in die Strategy Map einsteigen, brauchen wir Klarheit über eine oft übersehene Frage: Was wollen Sie als Eigner oder Shareholder eigentlich erreichen?
Das ist nicht dasselbe wie die Unternehmensstrategie. Die Eignerstrategie steht darüber.
Warum ist das wichtig?
Die Ziele der Eigner bestimmen den Rahmen für alles, was folgt. Ein Unternehmen, das in 5 Jahren verkauft werden soll, braucht eine andere Strategie als eines, das über Generationen in der Familie bleiben soll.
Die Fragen, die Sie jetzt beantworten sollten:
- Was ist Ihre langfristige Absicht mit dem Unternehmen? (Halten, Verkaufen, Übergeben)
- Welchen Zeithorizont haben Sie als Eigner?
- Welche Rendite erwarten Sie auf Ihr eingesetztes Kapital?
- Wie viel Risiko sind Sie bereit zu tragen?
- Soll das Unternehmen wachsen oder Stabilität liefern?
- Gibt es eine Nachfolgeregelung, die berücksichtigt werden muss?
Ihre Aufgabe:
Schreiben Sie in 2-3 Sätzen auf, was Sie als Eigner oder Inhaber mit diesem Unternehmen erreichen wollen. Was ist Ihr persönliches Ziel?
Die Finanzperspektive (Teil 1) – Wirtschaftlichkeitsstrategie
Jetzt betreten wir die Strategy Map. Wir starten mit der Finanzperspektive – und dort mit der kurzfristigen Seite: der Wirtschaftlichkeitsstrategie.
Worum geht es?
Die Wirtschaftlichkeitsstrategie fokussiert auf das, was Sie kurzfristig verbessern können: Kosten senken, Produktivität steigern, Vermögen besser nutzen. Das sind die schnellen Hebel, die direkt auf Ihr Ergebnis wirken.
Die zwei Bereiche der Wirtschaftlichkeitsstrategie:
1. Kostensenkung / Produktivitätsverbesserung
Hier geht es darum, mit weniger Aufwand mehr zu erreichen:
- Steigerung der Ertragsproduktivität
- Senkung der Einheitskosten
- Verbesserung der Kommunikationskanäle (Digitale Transformation)
- Senkung der betrieblichen Aufwendungen
2. Vermögensverwendung / Investitionsstrategie
Hier geht es darum, Ihr gebundenes Kapital besser zu nutzen:
- Cash-to-Cash-Zyklus verkürzen
- Bessere Nutzung des vorhandenen Vermögens
- Risikomanagement
Die Fragen, die Sie jetzt beantworten sollten:
- Wo haben Sie die grössten Kostentreiber?
- Welche Prozesse sind ineffizient?
- Wo liegt Kapital brach, das produktiver eingesetzt werden könnte?
- Wie lange dauert es, bis aus einer Investition wieder Geld wird (Cash-to-Cash)?
- Welche Risiken müssen Sie absichern?
Ihre Aufgabe:
Notieren Sie 2-3 konkrete Ziele für Ihre Wirtschaftlichkeitsstrategie. Wo wollen Sie kurzfristig Kosten senken oder Produktivität steigern?
Die Finanzperspektive (Teil 2) – Wachstumsstrategie
Nachdem wir die kurzfristige Wirtschaftlichkeit betrachtet haben, richten wir den Blick nach vorne: Wie wollen Sie wachsen?
Worum geht es?
Die Wachstumsstrategie ist langfristig ausgerichtet. Hier definieren Sie, woher Ihr zukünftiger Umsatz kommen soll. Kostensenkung allein macht kein Unternehmen gross – Wachstum schon.
Die sechs Hebel der Wachstumsstrategie:
- Neue Produkte – Welche neuen Produkte oder Dienstleistungen können Sie entwickeln?
- Neue Anwendungsgebiete – Wo können Ihre bestehenden Produkte noch eingesetzt werden?
- Neue Kunden und Märkte – Welche Kundengruppen oder geografischen Märkte sind noch unerschlossen?
- Neue Beziehungen – Welche Partnerschaften, Kooperationen oder Allianzen können Wachstum bringen?
- Neuer Produkt- und Servicemix – Wie können Sie Ihr Angebot kombinieren, um mehr Wert zu schaffen?
- Neue Preisstrategien – Gibt es Möglichkeiten, durch andere Preismodelle mehr Umsatz zu generieren?
Die Fragen, die Sie jetzt beantworten sollten:
- Woher soll Ihr Wachstum in den nächsten 3-5 Jahren kommen?
- Welche neuen Produkte oder Märkte haben das grösste Potenzial?
- Welche Partnerschaften könnten Türen öffnen?
- Gibt es ungenutzte Möglichkeiten bei bestehenden Kunden?
Ihre Aufgabe:
Notieren Sie 2-3 konkrete Wachstumsziele. Wo sehen Sie die grössten Chancen für Ihr Unternehmen?
Die Kundenperspektive – Wie schaffen Sie Wert für Ihre Kunden?
Wir verlassen die Finanzperspektive und gehen eine Ebene tiefer. Denn finanzielle Ergebnisse sind immer nur die Folge von etwas anderem: zufriedene Kunden, die bei Ihnen kaufen.
Die Kundenperspektive beantwortet die zentrale Frage: Was müssen wir unseren Kunden bieten, damit sie uns wählen – und uns treu bleiben?
Nach Kaplan & Norton besteht das Wertversprechen an den Kunden aus drei Teilen:
- Produkt- / Service-Eigenschaften – Was bieten Sie konkret an?
- Kundenbeziehung – Wie fühlt sich der Kunde bei Ihnen?
- Image und Reputation – Wofür stehen Sie in den Köpfen der Kunden?
Wir gehen diese drei Teile nacheinander durch.
Produkt- und Service-Eigenschaften
Hier geht es um die messbaren Attribute Ihres Angebots – das, was der Kunde konkret bekommt und bewerten kann.
Die vier Dimensionen:
- Funktionalität – Was kann Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung? Welche Probleme löst es?
- Qualität – Wie zuverlässig, fehlerfrei und hochwertig ist Ihr Angebot?
- Preis – Wie steht Ihr Preis im Verhältnis zum wahrgenommenen Wert?
- Zeit – Wie schnell liefern Sie? Wie kurz sind Ihre Reaktionszeiten?
Die Fragen, die Sie jetzt beantworten sollten:
- Was sind die wichtigsten Funktionen Ihres Angebots aus Kundensicht?
- Wie steht es um Ihre Qualität im Vergleich zum Wettbewerb?
- Ist Ihr Preis angemessen für den Wert, den Sie liefern?
- Wie schnell können Sie liefern oder reagieren?
- Wo haben Sie Vorsprung, wo Nachholbedarf?
Ihre Aufgabe:
Bewerten Sie Ihr Angebot in den vier Dimensionen: Funktionalität, Qualität, Preis, Zeit. Wo sind Sie stark? Wo müssen Sie besser werden?
Die Kundenbeziehung – Wie fühlt sich der Kunde bei Ihnen?
Ein gutes Produkt allein reicht nicht. Kunden kaufen nicht nur was Sie anbieten, sondern auch wie Sie es anbieten. Die Kundenbeziehung entscheidet oft darüber, ob ein Kunde wiederkommt – oder zur Konkurrenz geht.
Hier geht es um alle Elemente, die eine tiefere, persönliche Bindung und bequeme Interaktion schaffen.
Die Dimensionen der Kundenbeziehung:
Lieferung und Reaktion:
- Wie wird das Produkt geliefert?
- Wie schnell reagieren Sie auf Anfragen?
- Wie zufrieden ist der Kunde mit dem gesamten Kaufprozess?
Umgang mit Kunden:
- Sind Ihre Mitarbeiter kompetent und gut geschult?
- Sind Sie gut erreichbar?
- Reagieren Sie schnell auf Probleme?
Partnerschaftliche Zusammenarbeit:
- Gibt es elektronischen Datenaustausch (EDI) für einfache Abwicklung?
- Entwickeln Sie gemeinsam mit Kunden neue Lösungen?
- Teilen Sie Wissen und Ressourcen (Sharing)?
Das Kundenerlebnis vor Ort:
- Wie wirkt Ihr Geschäft, Ihr Büro, Ihr Auftritt?
- Wie treten Ihre Mitarbeiter auf?
- Werden Kunden mit Namen angesprochen?
- Kennen Ihre Angestellten die Produkte wirklich gut?
- Gibt es ein Dankeschön und eine Einladung zum nächsten Kauf?
Die Fragen, die Sie jetzt beantworten sollten:
- Wie erleben Kunden den Kontakt mit Ihrem Unternehmen?
- Was passiert nach dem Kauf?
- Wie persönlich ist Ihre Kundenbetreuung?
- Wo können Sie die Beziehung vertiefen?
Ihre Aufgabe:
Beschreiben Sie, wie Sie mit Ihren Kunden umgehen wollen. Was soll der Kunde fühlen, wenn er mit Ihnen zu tun hat?
Image, Marke und Reputation – Wofür stehen Sie?
Jetzt kommen wir zur ideellen Seite Ihres Wertversprechens. Jenseits von Produkt und Service gibt es etwas, das Kunden anzieht, bevor sie überhaupt mit Ihnen gesprochen haben: Ihr Image, Ihre Marke, Ihre Reputation.
Diese Faktoren wirken besonders stark, wenn neue Kunden Sie zum ersten Mal wahrnehmen und entscheiden, ob sie Ihnen eine Chance geben.
Die Dimensionen von Image und Marke:
- Markenstärke – Wie bekannt und angesehen ist Ihre Marke?
- Markentreue – Bleiben Kunden bei Ihnen, auch wenn Alternativen locken?
- Kundentreue – Wie loyal ist Ihre Kundenbasis?
- Unternehmenskultur und Werte – Wofür steht Ihr Unternehmen wirklich?
- Sinnstiftende Themen – Engagieren Sie sich für etwas, das grösser ist als Profit?
- Wertvorstellungen der Kunden – Passen Ihre Werte zu denen Ihrer Zielkunden?
Die Fragen, die Sie jetzt beantworten sollten:
- Was denken Menschen, wenn sie Ihren Firmennamen hören?
- Wofür wollen Sie bekannt sein?
- Welche Werte verkörpert Ihr Unternehmen?
- Gibt es Themen, für die Sie stehen und die Kunden anziehen?
- Passen Ihre Werte zu den Werten Ihrer Zielkunden?
Ihre Aufgabe:
Beschreiben Sie in 2-3 Sätzen, wofür Ihre Marke stehen soll. Was sollen Kunden über Sie sagen, wenn Sie nicht im Raum sind?
Die Interne Prozessperspektive – Welche Prozesse müssen Sie beherrschen?
Jetzt wird es operativ. Sie haben definiert, was Sie finanziell erreichen wollen und welchen Wert Sie Ihren Kunden bieten. Aber wie schaffen Sie das konkret?
Die interne Prozessperspektive beantwortet die Frage: Welche Kernprozesse müssen wir exzellent beherrschen, um unsere Ziele zu erreichen?
Nicht alle Prozesse sind gleich wichtig. Nach Kaplan & Norton gibt es vier strategische Prozesskategorien. Ihre Aufgabe als CEO ist es, zu entscheiden, welche davon für Ihre Strategie entscheidend sind.
Die vier strategischen Kernprozesse:
1. Operations Management Processes
Diese sichern die Effizienz und Qualität Ihrer Wertschöpfungskette:
- Lieferantenbeziehungen aufbauen und optimieren
- Produktion von Produkten und Dienstleistungen
- Distribution und Lieferung an Kunden
- Management von operativen und geschäftlichen Risiken
2. Customer Management Processes
Diese dienen dem Aufbau, der Bindung und Erweiterung von Kundenbeziehungen:
- Auswahl von Zielkunden (Customer Selection)
- Kundengewinnung (Customer Acquisition)
- Kundenbindung (Customer Retention)
- Wachstum mit bestehenden Kunden (Customer Growth)
3. Innovation Processes
Diese treiben die Entwicklung neuer Produkte, Dienstleistungen und Märkte voran:
- Identifikation von Innovationschancen
- Management des F&E-Portfolios
- Design und Entwicklung neuer Produkte und Services
- Markteinführung neuer Produkte und Services
4. Regulatory and Social Processes
Diese sichern die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und gesellschaftlicher Verantwortung:
- Umweltmanagement
- Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz
- Arbeits- und Beschäftigungspraktiken
- Gesellschaftliches Engagement
Die Fragen, die Sie jetzt beantworten sollten:
- Welche dieser vier Prozesskategorien sind für Ihre Strategie am wichtigsten?
- Wo müssen Sie exzellent sein, um Ihre Kundenziele zu erreichen?
- Wo haben Sie heute Schwächen, die Sie ausbremsen?
- Welche Prozesse unterstützen Ihre Wachstumsstrategie, welche Ihre Wirtschaftlichkeitsstrategie?
Ihre Aufgabe:
1. Wählen Sie die 1-2 Prozesskategorien aus, die für Ihre Strategie am kritischsten sind.
2. Definieren Sie nun für jeden strategisch relevanten Prozess ein konkretes Ziel:
– Was genau wollen Sie erreichen oder verbessern?
– Wie sieht der Soll-Zustand aus?
– Woran merken Sie, dass Sie das Ziel erreicht haben?
Beispiel:
Prozess: Kundenbindung (Customer Retention)
Ziel: "Wir reduzieren die Kundenabwanderung von 15% auf 8% innerhalb von 12 Monaten."
Notieren Sie für jeden wichtigen Prozess ein solches Ziel. Konkret und messbar.
Die Lern- und Entwicklungsperspektive – Das Fundament für alles
Wir sind bei der untersten Ebene der Strategy Map angekommen – und gleichzeitig bei der wichtigsten. Denn hier liegt das Fundament für alles, was Sie erreichen wollen.
Die Lern- und Entwicklungsperspektive beantwortet die Frage: Was brauchen wir, um unsere Prozesse exzellent ausführen zu können?
Ohne die richtigen Menschen, die richtigen Systeme und die richtige Kultur bleiben alle Ziele darüber nur Wunschdenken.
Nach Kaplan & Norton besteht diese Perspektive aus drei Kapitalbereichen:
- Humankapital – Die Fähigkeiten Ihrer Mitarbeitenden
- Informationskapital – Ihre Systeme, Daten und Technologie
- Organisationskapital – Ihre Kultur, Führung und Ausrichtung
Wir gehen diese drei Teile nacheinander durch.
Humankapital – Haben Sie die richtigen Leute mit den richtigen Fähigkeiten?
Ziel: Sicherstellen, dass Ihre Mitarbeitenden über die nötigen Fähigkeiten verfügen, um die strategisch relevanten Prozesse auszuführen.
Nicht jeder Job ist gleich wichtig für Ihre Strategie. Es gibt Schlüsselpositionen, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Diese müssen Sie identifizieren und gezielt entwickeln.
Das Vorgehen:
- Identifizieren Sie die strategisch kritischen Jobfamilien – Welche Rollen sind entscheidend für Ihre Kernprozesse?
- Definieren Sie die Kompetenzanforderungen – Was müssen diese Mitarbeitenden können?
- Messen Sie die Readiness – Wie viele Ihrer Mitarbeitenden sind heute ausreichend qualifiziert?
- Leiten Sie Massnahmen ab – Wo brauchen Sie Schulung, Entwicklung oder Rekrutierung?
Die Fragen, die Sie jetzt beantworten sollten:
- Welche Positionen sind für Ihre Strategie am kritischsten?
- Haben Sie dort die richtigen Leute?
- Wo fehlen Kompetenzen?
- Was müssen Sie tun, um die Lücken zu schliessen?
Ihre Aufgabe:
Listen Sie die 3-5 wichtigsten Jobfamilien für Ihre Strategie auf. Bewerten Sie: Haben Sie genug qualifizierte Mitarbeitende? Wo besteht Handlungsbedarf?
Informationskapital – Haben Sie die richtigen Systeme und Daten?
Ziel: Aufbau von IT-Systemen und Datenstrukturen, die Ihre strategischen Prozesse aktiv unterstützen.
Die besten Mitarbeitenden können nur so gut arbeiten, wie ihre Werkzeuge es erlauben. Veraltete Systeme, fehlende Daten oder mangelnde Integration bremsen selbst die beste Strategie aus.
Das Vorgehen:
- Listen Sie alle IT-Systeme auf, die für Ihre strategischen Prozesse relevant sind (ERP, CRM, Produktionssysteme, etc.)
- Prüfen Sie auf Lücken – Gibt es kritische Bereiche ohne Systemunterstützung? Arbeiten Sie noch mit Excel, wo Sie ein professionelles System bräuchten?
- Bewerten Sie den Reifegrad – Sind Ihre Systeme aktuell? Sind sie integriert? Liefern sie die Daten, die Sie für Entscheidungen brauchen?
- Entwickeln Sie einen Fahrplan – Wo müssen Sie investieren, um Ihre Strategie zu unterstützen?
Die Fragen, die Sie jetzt beantworten sollten:
- Welche Systeme unterstützen Ihre kritischen Prozesse?
- Wo haben Sie Lücken oder arbeiten mit Workarounds?
- Haben Sie die Daten, die Sie für gute Entscheidungen brauchen?
- Welche Systeme sind veraltet und bremsen Sie aus?
- Wo ist die grösste IT-Baustelle?
Ihre Aufgabe:
Listen Sie die wichtigsten IT-Systeme für Ihre Strategie auf. Bewerten Sie für jedes: Unterstützt es Ihre Ziele oder behindert es sie? Wo besteht Handlungsbedarf?
Organisationskapital – Trägt Ihre Kultur die Strategie?
Ziel: Aufbau einer leistungsfähigen Unternehmenskultur und Führungsstruktur, die die strategische Umsetzung trägt.
Sie können die besten Leute haben und die modernsten Systeme – wenn die Kultur nicht stimmt, scheitert die Umsetzung. Das Organisationskapital ist der unsichtbare Kitt, der alles zusammenhält.
Das Vorgehen:
- Definieren Sie die verhaltensbezogenen Anforderungen Ihrer Strategie – Brauchen Sie mehr Innovationsfähigkeit? Mehr Kundenfokus? Mehr Geschwindigkeit?
- Bewerten Sie Ihre Organisation in vier Bereichen:
- Kultur – Passen Ihre Werte, Überzeugungen und die Motivation der Mitarbeitenden zur Strategie?
- Führung – Leben Ihre Führungskräfte die Strategie vor? Können sie Veränderung treiben und Menschen mobilisieren?
- Ausrichtung – Verstehen alle Ebenen die Strategie? Sind die Ziele durchgängig abgestimmt?
- Teamarbeit und Wissensteilung – Arbeiten Ihre Teams vernetzt? Wird Wissen geteilt und gemeinsam gelernt?
- Entwickeln Sie ein Readiness-Profil – Wo steht Ihre Organisation heute? (z.B. durch Mitarbeiterbefragung, Assessment oder KPIs)
- Motivation – Sind Ihre Mitarbeitenden motiviert, die Strategie umzusetzen? Was treibt sie an?
Die Fragen, die Sie jetzt beantworten sollten:
- Welches Verhalten braucht Ihre Strategie von den Mitarbeitenden?
- Unterstützt Ihre heutige Kultur dieses Verhalten – oder behindert sie es?
- Leben Ihre Führungskräfte die Strategie vor?
- Versteht jeder Mitarbeitende, wie er zur Strategie beiträgt?
- Wird Wissen geteilt oder gehortet?
Ihre Aufgabe:
Bewerten Sie Ihre Organisation in den vier Bereichen: Kultur, Führung, Ausrichtung, Teamarbeit. Wo sind Sie stark? Wo müssen Sie ansetzen, damit die Strategie wirklich gelebt wird?
Geschafft!
Sie haben alle Schritte durchgearbeitet. Jetzt haben Sie ein vollständiges Strategiepapier in der Hand – basierend auf der bewährtesten Methodik der Welt: der Strategy Map nach Kaplan & Norton.
Ihre nächsten Schritte:
- Laden Sie die Vorlagen herunter (Strategy Map als Visio, Strategiepapier als Word) oder benutzen Sie unseren Strategy Map Builder
- Übertragen Sie Ihre Notizen in die Vorlagen
- Präsentieren Sie Ihr Strategiepapier Ihrem Team
Viel Erfolg bei der Umsetzung!
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